Prozessauftakt gegen Bradley Manning


Bradley Manning
Free Bradley Manning

Im Februar 2010 veröffentlicht WikiLeaks ein Video, welches die Ermordung von mehr als ein Dutzend Menschen zeigt. Darunter 2 Journalisten sowie ein Familienvater mit seinen beiden Kindern.

Das Schockierende: Die Todesschützen sind US-Soldaten. Die Bilder gehen um die Welt und schnell fordert man eine Stellungnahme vom Pentagon. Doch über ein Jahr nach der Veröffentlichung sind die Verantwortlichen noch immer nicht zur Rechenschaft gezogen worden.
Stattdessen fordert man in amerikanischen Mainstream-Kanälen die Todesstrafe für Bradley Manning. Er soll das Video aus der Datenbank des US Militärs geschmuggelt und an die Öffentlichkeit gebracht haben.

dissenter.firedoglake.com/2011/12/16/bradley-manning-pre-trial-hearing-live-blog
www.globalpost.com/dispatch/news/regions/americas/united-states/111216/bradley-manning-appears-court-hearing-maryland
twitter.com/#%21/Edpilkington
twitter.com/#%21/PaulCTV
www.youtube.com/watch?v=PhxpK1R5k2A&sns=tw>

Nach fast 2 Jahren Einzelhaft scheint es nun endlich weiter zu gehen.

Neuer BV

Seit heute dem 19.12.2011, haben wir ein neues Bundesvorstandmitglied.

Wir begrüßen herzlich Gertrude ‘gerti’ Hamader an Deck des Piratenschiffes.

Wir wünschen dir Mast- und Schotbruch

Deine Piraten

Ahoi ihr Piraten!

Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls suchen wir ein 5. Mitglied für unseren Bundesvorstand.
Anforderungen: 
  1. Zeit für die PPÖ, Teilnahme an der Montags 21:00 Uhr  Mumble Sitzungen, um mitzubestimmen und mitzuarbeiten.
  2. Reiselust, da man viele Einladungen von andern Piratenparteien und Landesorganistationen bekommt.
  3. Freude an Kontaktpflege zu Gruppen, Vereinen, etc. die sich für die Ziele der PPÖ einsetzen
  4. Ideen einbringen, Erfahrung sammeln, Wissen erweitern
  5. Der Wille, Verantwortung für die eigenen Ideale übernehmen
Der Rest ergibt sich, man lernt mit seiner Aufgabe und wächst in sie hinein.
Bitte Melden im Forum oder Mail an
bv@piratenpartei-sbg.at

“Ehrlicher Streit statt verlogener Frieden”

Ein mittelstarkes politisches Beben bei den Berliner Wahlen sorgte auch im Binnenstaat Österreich für erstarktes Selbstbewusstsein unter “Piraten”: Der Bundesvorstand der Piratenpartei über “flüssige Demokratie”, verlogene Altparteien und Zeit, die reif scheint. Thomas Golser hakte nach.

Piraten - auch mit Kurs auf Brüssel und das Europa-Parlament
Foto ©www.piratenpartei.at Piraten – auch mit Kurs auf Brüssel und das Europa-Parlament

Eines steht für Sylvester Heller, einen der fünf Bundesvorstände und zudem Pressesprecher der Piratenpartei Österreichs, jedenfalls fest: “Die Zeit ist reif für etwas Neues”. Warum? “So kann es einfach nicht weitergehen”, die Alt-Parteien mit ihren “verkrusteten Strukturen” hätten sich längst überlebt. Alternative? Natürlich die Piraten. Natürlich? Ich wollte es genauer wissen und klopfte die Freibeuter auf Substanz ab

“Offene Herangehensweise”

Links, mittig, rechts – wo steht die Piratenpartei denn nun? “Solche Kategorien tangieren uns nicht mehr, wir haben eine offene Herangehensweise, wir lehnen uns gegen Dogmatik auf”, meint Heller so gar nicht frei von Stolz und Selbstbewusstsein. Massiv baue man dabei auf Möglichkeiten der Technologie, die heute zur Verfügung steht. “Das Informations-Zeitalter macht den Zugang zu Wissen frei”, sagt der Piraten-Bundesvorstand. Gerade, weil die Leute so viel mehr mitbekämen als noch vor 15 Jahren, sei der Frust auch größer und die Piraten gut im Wind. Die Errungenschaften von “Wiki” in all seinen Formen, dazu die Abstimmungs- und Kommunikations-Tools des IT-Zeitalters – man lebe das, was andere Parteien “peinlich obendraufpappen”: “Das nimmt denen doch keiner ab” – ein genüsslicher Seitenhieb auf den “Social-Media”-Faymann, dessen “Geburt” mit geschmalzenen 98.000 Euro zu Buche schlug (plus kolportierten monatlichen Kosten von 1.880 Euro) und der dann doch nicht so recht vom Ballhausplatz abheben will.

Österreichs Piratenpartei

Auf gerade einmal fünf Seiten präsentiert die Piratenpartei Österreichs sich bzw. ihr Programm: “Privatsphäre”, “Urheberrecht”, “Patente”, “Bildung”. Auf die Frage, ob das denn nicht (zu) wenig sei, um sich als Partei auch für die Zukunft zu etablieren, gibt es ein eindeutiges “Jein”: Einerseits lasse sich aus vier Grundsäulen “viel für andere Bereiche ableiten”, andererseits stehe man nicht still, baue laufend bei “Wissen” und “Personen” aus. “Wir geben eben nicht vor, alles zu wissen, alles in einem Repräsentanten vereint zu haben”, will man sich deutlich von “angestaubten” Großparteien abheben. Das, was in der Politik über Jahrzehnte gelebt und gespielt wurde, sei eben genau das, was man nicht wolle. “Transparenz statt Durchblick”, ätzte dazu z.B. das deutsche Satiremagazin “Titanic”.

Dass es auf diese Weise durchaus auch zur Konfrontation auf dem Piratenschiff kommen kann, nimmt man bewusst in Kauf: “Lieber ehrlicher Streit als verlogener Frieden”, unterstreicht Heller im Interview diese Qualität seiner Partei. “Liquid Democracy” (steht in etwa für “Demokratie im Fluss” bzw. konkret für eine Mischform zwischen indirekter und direkter Demokratie) sei das Modell der Zukunft und sollte auch schon das Modell des Jetzt sein, ist er sich sicher. “Von unten nach oben” – also “bottom up” – sei das Credo: Das wurde ja offenkundig schon von diversen Fraktionen in vergangenen Tagen vergeigt – worin unterscheidet man sich nun? Man mache nicht den Fehler, sich an Allwissenheits-Geilheit zu verschlucken und dies dann in einem einzigen “Parteikrieger” vereinen zu wollen. Die eingesessenen Gruppierungen seien “Relikte”, die “personifizierte Kompetenz” auf Basis von Parteignaden “völlig unglaubwürdig”, so Heller. Man selbst wolle die jeweiligen “Experten in seinen Reihen” zu Wort kommen lassen – sie bei Interviews vielleicht auch virtuell zuspielen, wenn es das Thema erforderlich mache. “Dezentral” und doch/deshalb am Wähler näher dran, so soll die Rechnung aufgehen.

An die 1.000 Mitglieder sei man schon stark, in allen Bundesländern vertreten oder in der Neuaufstellung begriffen. In der Vergangenheit habe es Organisationsfehler gegeben, gibt man unumwunden zu. Jung, urban, an Technik interessiert – die Mannschaft sei zu Beginn dergestalt gewesen, mittlerweile habe man aber auch “graue Haare” in seinen Reihen. Die 68er-Generation sei mit an Bord, sie habe das Interesse an Politik definitiv nicht immer verloren, ist sich Heller sicher. Eine “echte Demokratiebewegung aus der Frustration heraus” sei dringend nötig, alles was von oben diesbezüglich komme, nicht ernstzunehmen: “Falsche Lackierung!”, so Heller. Seinerzeit habe es gegen Österreich Sanktionen gegeben – “und wo sind heute Aktionen gegen ‘Demokraturen’ wie z.B. in Ungarn?”, appeliert man auch an das kränkelnde Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Frust alleine – so groß dieser auch sein mag – bewegt bekanntlich selten etwas.

Mit Kurs auf Wahlen

Auf das Potenzial, das die Freibeuter in Österreichs Politlandschaft ausschöpfen könnten, will man sich noch nicht wirklich festlegen: “Politologen haben davon gesprochen, dass schon 30 Prozent für Piratenparteien ‘drinnen’ wären”, meint Heller. Man mache sich darüber “keine Gedanken” – Rückenwind sei aber definitiv vorhanden, das habe man “eben in Deutschland gesehen”. Der oft gehörte Vorwurf, die Piratenpartei sei nicht viel mehr als eine “Juxpartie”, kostet Heller ein milde empörtes Seufzen: “Das Lachen über uns wird denen, die uns so hinstellen, schon noch vergehen”. Hier tankte jemand auch mit dem sensationellen Wahlerfolg der Berliner Piraten neun Prozent Selbstbewusstsein. Über Interesse und Neuanträge auf Mitgliedschaft könne man sich nicht beschweren. Und die Parteien im Parlament als Wahlhelfer wider Willen nehme man gerne mit.

Piraten, in Österreich ein eher sporadisch wahrgenommenes Phänomen – doch halten Sie am Horizont Aussschau: Freibeuter sind dann oft doch näher als man glaubt.

 

Quelle: http://archiv.kleine.at/nachrichten/politik/2869442/ehrlicher-streit-statt-verlogener-frieden.story

Autor: THOMAS GOLSER

Die „Entschärfung“ des Sicherheitspolizeigesetzes

Laut diversen Zeitungsberichten [1][2][3] hätte Frau Innenministerin Mikl-Leitner das Sicherheitspolizeigesetz angeblich noch einmal entschärft – doch wie sehen diese Änderungen tatsächlich aus? Es sei nun klargestellt, dass unter den erweiterten Möglichkeiten zur Observation nur Peilsender gemeint wären und nicht „Trojaner“ auf dem Computer.

Die Definition lautet nun „Einsatz technischer Mittel mit Übertragung von Signalen“. Wieder ein sehr dehnbarer Begriff. De facto hat man also nur einen Gummiparagrafen durch einen anderen ersetzt. Wenn die Frau Minister Peilsender meint, warum schreibt sie dann nicht einfach „Peilsender“ ins Gesetz? Der Rechtsschutzbeauftragte werde nun auch bei der „Erweiterten Gefahrenforschung“ und der Datenverarbeitung eingebunden, heisst es. Da besagter Rechtsschutzbeauftragter allerdings ein Kollege der ermittelnden Beamten ist, der nebenbei auch noch andere Aufgaben hat und auf sich alleine gestellt ist, kann man sich leicht ausmalen, was dieser „Rechtsschutz“ wohl wert ist: Nicht mal das Papier, auf dem diese Bestimmungen gedruckt werden.

Zuletzt wird noch verkündet, die Löschungspflicht von Daten sei nun “Ganz klar definiert”. Tatsächlich soll dies nun nach spätestens einem Jahr geschehen, *wenn keine Gefahr mehr droht*. Wer letzteres beurteilt bleibt offen – also wieder ein Gummiparagraf. Nach wie vor fehlt die richterliche Genehmigung zur Überwachung. Nach wie vor ist es erlaubt, unbeteiligte Personen („Begleitpersonen“) mit zu überwachen. Nach wie vor ist es möglich, durch Berufung auf „Unbefugtes Verwenden geschützter grafischer Darstellungen der Sicherheitsbehörden“ freie Berichterstattung oder gar kritische Darstellung dieser Behörden zu unterbinden.

Fazit: Diese „Entschärfungen“ sind nichts anders als Kosmetik und die Erläuterungen der Ministerin lediglich leere Worthülsen. Dieses Gesetz bleibt auch nach den Änderungen untauglich, mißbrauchsanfällig und gefährlich. Die Piratenpartei Österreichs hält daher ihre Ablehnung für dieses Gesetzes [4] voll aufrecht.

Für die Piratenpartei Österreichs (PPÖ): Peter Stadlmaier – Justizsprecher

[1] http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/706993/Polizeigesetz-nun-entschaerft?from=gl.home_politik
[2] http://derstandard.at/1319182317998/Anti-Terror-Paket-Verwendung-von-Trojaner-nun-dezidiert-ausgeschlossen
[3] http://www.salzburg.com/online/nachrichten/innenpolitik/Sicherheitspolizeigesetz-wird-entschaerft.html?article=eGMmOI8VecwgNuWmAZDYIF8yWThP0rkATPsTjMB&img=&text=&mode=&

Bildungsvolksbegehren

Volksbegehren Bildungsinitiative

Einige Proponenten des Bildungsvolksbegehrens mögen manchem politisch suspekt sein, teils weil sie aus dem “falschen” poilitischen Lager kommen, teils aus persönlichen Gründen.
Aber ist das wirklich so wichtig?

Wenn man die Proponenten und das Redaktionsteam betrachtet, so sind die Personen von ihrer beruflichen und politischen Herkunft sehr gestreut.
Manche sagen, es sei ein SPÖ-Volksbegehren, gestartet um die ÖVP in Bewegung zu bringen, die starre Front gegen Bildungsreformen aufzubrechen. Mag schon ein Hintergrund sein, das Redaktionsteam leitet aber ein ehemaliger prominenter ÖVP-Politiker, Bei den unterstützenden Organisationen findet man rote Kinderfreunde ebenso wie den Kath. Familienverband, die AK ebenso wie die IV, die Grünen ebenso wie die ÖLI (linke Lehrer). Daher sollten wir uns nicht über einzelne Personen unterhalten, bei so vielen werden immer ein paar dabei sein, mit denen man persönlich nicht glücklich ist.
Bleiben wir auch nicht bei einzelnen Punkten und Forderungen hängen. Bei einem so umfassenden Projekt wird jeder Einzelpunkte finden, die ihm besonders gut oder besonders schlecht gefallen. Das geht gar nicht anders.

Die grundsätzliche Stoßrichtung passt. Die Details der Forderungen werden in einer konkreten Umsetzung dann ohnehin meist etwas anders kommen. Vieles ist in den aktuellen Entwürfen der beiden betroffenen Ministerien ohnehin schon enthalten, etwas umsetzungsorientierter natürlich.

Das Bildungsvolksbegehren soll demonstrieren, dass es der Bevölkerung ernst ist mit dem Thema Bildung. Bei einem großen Erfolg kann man nicht mehr weitermachen wie bisher, kann man viele Blockaden nicht mehr aufrechterhalten.
Bei einem Misserfolg werden jene bestärkt, die den Status-Quo zementieren wollen.

Wir gehen nicht so weit eine Empfehlung abzugeben, aber man sollte sich auf alle Fälle mit dem Thema beschäftigen.
Bildungspolitik ist der Sockel auf dem unsere Gesellschaft steht. Da sollte es schon jeden Bürger ein paar Minuten kosten dürfen um sich über die Ziele zu informieren und selbstständig zu entscheiden ob er/sie unterschreiben will oder nicht.

Wir haben zwar nicht dazu aufgerufen es zu unterschreiben, wir rufen aber sehr wohl auf sich darüber Gedanken zu machen.

Die Bildungsausgaben Österreichs gemessen am BIP sind deutlich unter OECD-Schnitt.
Wen wundert es da, dass bei uns die soziale Stellung der Eltern die Bildungschancen der Kinder bestimmt. Und je älter die Kinder werden, desto mehr zeigt sich das. Es klingt doch wie Hohn, wenn die OECD die geringe Akademikerquote in Österreich kritisiert und gleichzeitig der Wissenschaftsminister an einer neuen Studiengebühr bastelt und öffentlich weitere Zugangsbeschränkungen fordert.
Die Piratenpartei fordert die für Bildung in Österreich Zuständigen und vor allem Minister Töchterle auf, die Kritik der OECD ernst zu nehmen und die nötigen Konsequenzen zu ziehen.
Bildung ist einerseits unsere wichtigste Ressource, um im globalen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts bestehen zu können, und andererseits ein Menschenrecht. Daher sollte der Zugang unbeschränkt und frei von willkürlichen Barrieren sein. Jedes Kind verdient optimale Förderung, jeder Jugendliche Studienmöglichkeiten nach Neigung und Talent und jeder Berufstätige die notwendige Weiterbildung für die berufliche Laufbahn.
Die Piratenpartei fordert ein modernes System, das Zugang zu Bildung und Wissen für alle bietet, von freien Kindergärten bis zu einer echten Fernuniversität ohne Studiengebühren und ohne Beschränkung der Studentenzahl.

http://www.nichtsitzenbleiben.at/volksbegehren/forderungen/